©2014 Christina Horn
 

Wirkungsweise der Massage

Das tut gut! Alle Viere von sich strecken und sich von Kopf bis Fuss durchmassieren lassen. Daliegen und nichts anderes als Streicheleinheiten empfangen. Wem gefällt das nicht?
 

Berührungen sind lebensnotwendig

Die Massage beeinflusst den ganzen Körper, regt etwa die Ausschüttung von Hormonen im Verdauungstrakt an, so dass Nährstoffe besser verarbeitet werden können. Der Tastsinn, der unsere ersten Erfahrungen und Gefühle am meisten prägt, fördert auch die Vernetzung von Nervenzellen im Gehirn.
In vielen Ländern Asiens gehört die Massage zum Alltag. In Thailand z. B. massieren sich die Menschen mehrmals am Tag gegenseitig; bei der Arbeit, unter Freunden oder im Kreis der Familie. Die Kleidung bleibt dabei an. Bei uns tut man sich mit Zuwendungen dieser Art noch etwas schwer.
Und auch Kranke genesen schneller, wenn sie häufiger berührt werden. Dabei wirkt die Massage nicht nur bei verspannten Muskeln oder Rückenbeschwerden, einer der Hauptgründe für das Verordnen von med. Massagen durch den Arzt.
Studien belegen, dass Massage nicht nur den Pegel der Stresshormone im Körper senkt, sondern sogar eine Gegenreaktion in Gang setzt. Im Gehirn wird Oxytocyn ausgeschüttet, so eine Theorie, ein Hormon, das ein Glücksempfinden und Wohlgefühl vermittelt (das beim Stillen oder auch beim Orgasmus den Körper überflutet).
Massagen lösen Verkrampfungen und können gleichzeitig in Haut und Muskeln die Durchblutung und den Stoffwechsel anregen.
 

1. Wirkung auf die Muskulatur
Die Massage verbessert die Durchblutung der Muskeln. Sie werden so besser ernährt und Stoffwechselendprodukte werden abtransportiert. Verspannungen werden gelöst und das Gleichgewicht zwischen den muskulären Gegenspielern kann so verbessert werden.

2. Wirkung auf Sehnen, Bänder und Gelenke
Stoffwechselendprodukte, die sich gerne in der Nähe von Gelenken und Sehnenansatzstellen ablagern, werden abtransportiert. Die Produktion von Gelenkschmiere wird angeregt.

3. Wirkung auf die Haut und die inneren Organe
Abgestorbene, obere Hautzellen werden gelöst. Die mechanischen Reize und das freigesetzte Histamin, ein gefässerweiterndes Gewebehormon, verbessern die Durchblutung und Ernährung von Leder- und Oberhaut. Das Massageöl pflegt natürlich noch zusätzlich.
Ein Hautstück, das etwa so gross wie eine Münze ist, enthält etwa 50 Nervenenden. Die Haut bildet die Grenze zwischen Umwelt und Organismus.
Die inneren Organe unseres Körpers wie Leber, Niere, Magen Darm oder Blase stehen über neurale Schaltungen mit der Haut in Verbindung. Störungen dieser Organe können sich über Reflexzonen auf die Oberfläche der Haut übertragen; spezielle Hautzonen werden dadurch empfindlich. Über eine Massage dieser Zonen, kann die Organtätigkeit beeinflusst werden
 
4. Wirkung auf den Blutkreislauf
Der venöse Rückfluss des Blutes wird unterstützt, dies hat auch eine Wirkung auf den arteriellen Blutkreislauf, das Blut fliesst schneller. Dehn- und Druckreiz bewirken im Muskel einen Sog-Pump-Effekt: das Blut wird ausgedrückt und frisches angesaugt.

5. Wirkung auf Lymphgefässe
Das Massieren, das Auspressen des Gewebes, bewirken eine Beschleunigung des Lymphabflusses.

6. Wirkung auf das zentrale Nervensystem
Herzrhythmus, Atemrhythmus, Blutdruck, der Grundtonus der Muskulatur, die Körpertemperatur und die vegetative Körpertätigkeit (u.a. die Verdauung) werden positiv beeinflusst.

7. Wirkung auf das Bindegewebe / Faszien
Die Durchblutung und der Stoffwechsel werden auch hier gefördert. Verklebungen vn den Haut- und Bindegewebsschichten werden gelöst. Die Elastizität wird gefördert und somit die Funktion der Muskeln verbessert.